Zahnstein beim Hund

Die Konsequenzen von mangelnder Zahnfürsorge gehen weit über einen üblen Maulgeruch beim Hund hinaus. Erfahre hier was du tun kannst....
Zahnpflege beim Hund

Überblick

Der Zahnstein kann beim Hund zur Paradontose führen, der Erkrankung des Zahnfleisches. Das ist für Hunde besonders schmerzvoll. Nicht selten endet Zahnstein darin, dass faule, eitrige Zähne unter Narkose gezogen werden müssen.

Was ist Zahnstein?

Kurz gesagt – ein bakterieller Belag, dieser Belag besteht aus Speichel, Mikroorganismen und Essenszeiten. Bleibt dieser Zahnbelag nun über einen längeren Zeitraum haften, formiert er sich durch die Einlagerung von Mineralien wie Phosphor, Calcium und/oder Magnesium zu einer gelb bis bräunlichen Schicht und verhärtet. 

Welche Folgen kann Zahnstein haben?

  • Maulgeruch
  • chronische Entzündungen
  • Rückbildung des Zahnfleisches
  • Lockerung des Zahnhalteapparates
  • Knochenauflösung 
  • Zahnausfall

Wer jetzt denkt, ist ja nicht so schlimm – dann fällt der Zahn halt aus hat noch nie mit erlebt welche Folgen ein kranker Zahn hat!

Wir erleben es leider in unserem Hundesalon immer wieder. 

So z.B. bei einem Toypudel, bei diesem hat ein kranker Zahn sich negativ auf das Herz des Hundes ausgewirkt! Oder bei zwei anderen Pudeln wurde nach ihrem Salonbesuch bei uns, auf unsere Empfehlung SOFORT einen Tierarzt aufzusuchen, die Hälfte der Zähne gezogen. Diese waren teilweise schon richtig Eitrig. Dies kann für den Hund unmöglich nicht ohne Schmerzen verbunden sein. Die zwei Pudels waren danach übrigens wieder um einiges agiler als die Wochen zuvor. 

Zahngesundheit ist für das allgemeine Wohlbefinden des Hundes wichtig. 

Was sind die Ursachen für Zahnstein beim Hund?

Zwei große Faktoren beeinflussen die Zahnsteinbildung beim Hund:

  1. Hundefutter
  2. Genetische Veranlagung

1. Hundefutter

Von Natur aus wären Hunde durch ihre fleischige Ernährung, ohne viele Kohlenhydrate, nicht so stark von Zahnerkrankungen betroffen. Ungeeignete Nahrung ist jedoch eine der häufigsten Ursachen für Zahnstein bei unseren Hunden geworden. Die Aufnahme kohlenhydratreicher Nahrung beschleunigt die Bildung von Zahnstein gleich mehrfach.

Zum Einen durch einen extrem hohen „Zuckergehalt“. Nicht nur, dass Zucker ohnehin für den Hund schlecht ist, fungieren die Zuckerverbindungen im Maul des Hundes auch noch als Haftvermittler für die Bakterien und bilden ein ideales Klima für deren Vermehrung. 

Achtung – Zucker ist nicht offensichtlich auf der Deklaration zu finden! Mehr Infos dazu bekommst du hier.

2. Genetische Veranlagung

Genetische Faktoren können die Veranlagung für Zahnstein beim Hund ebenfalls beeinflussen. 

  • Kleine Rassen und „Kurznasige“ sind meist stärker von Zahnproblemen betroffen. Hier kommt es häufig zu Fehlstellungen im Kiefer. Zu dicht stehende, schräge oder gar überzählige Zähne beeinträchtigen die Selbstreinigung des Gebisses. 
  • Die Individuelle Zusammensetzung des Speichels. Ein ausreichender Speichelfluss ist für den Hund wichtig, da dieser u.a. auch die Funktion hat die Zähne von Futterresten zu säubern.
  • pH-Wert im Maul des Hundes

Hundefutter ist ein kontrollierbarer Punkt in dieser Geschichte

Ein ungeeignetes Hundefutter kann den Prozess der Zahnsteinbildung beschleunigen, auch wenn genetische Faktoren eine ungünstige Ausgangslage schaffen.

Umgekehrt bedeutet das aber auch: eine geeignete Ernährung kann den Prozess trotz genetisch ungünstiger Veranlagung positiv beeinflussen. 

Wie kann ich Zahnstein beim Hund vorbeugen?

Die Zahngesundheit des Hundes ist ein wichtiger, zentraler Bestandteil seiner allgemeinen Gesundheit. Es ist daher unheimlich wichtig, dass der Zustand der Zähne regelmäßig überprüft wird. So kann gegebenenfalls frühzeitig eingegriffen werden. 

  1. Mit einer artgerechten Ernährung beugt man natürlich am Besten gegen Zahnstein vor. 
  2. Geeignete „härtere“ Kauartikel – am Besten natürlich getrocknete wie z. B. Ochsenziemer, Rinderkopfhaut, Rinderohr etc. 
  3. präventive Zugabe von Ergänzungsmittel wie z.B. bestimmte Algenpräparate
  4. präventives Zähneputzen beim Hund ca. 2-3 mal in der Woche

Produktempfehlung:

Bei Hunden mit Schilddrüsenüberfunktion sollte zuerst der Tierarzt kontaktiert werden.

Wir sind offizieller Emmi-pet Partner!

Was sollte unbedingt vermieden werden?

Nicht empfehlenswert sind viele am Markt erhältliche „Sticks“ zur Zahnreinigung!

Warum?! Diese enthalten extrem viel Zucker.

Minderwertiges Nassfutter, ebenfalls viel Zucker, neben der minderen Qualität der anderen Zutaten.

Was kann ich machen, wenn mein Hund Zahnstein hat?

Ist Zahnstein erstmal da hilft nur noch das Entfernen. Hierfür gibt es unterschiedliche Methoden. Je nachdem wie stark der Zahnbelag/Zahnstein schon ist.

  1. Mit einem besondern Algenzusatz im Futter wird der Zahnstein „aufgeweicht“, das Geben von geeigneten! Kauartikel (ggf. Knochen, Geweih, Ochsenziemer…) löst diesen dann. Natürlich passiert dies nicht gleich am ersten Tag. Man sollte es schon über mehrere Wochen durchziehen. Ist der Zahnstein erstmal ab, kann hiermit auch vorgebeugt werden. Produktempfehlung siehe oben!
  2. Zähneputzen. Ganz banales Zähneputzen kann helfen. Hat sich erstmal Zahnstein gebildet ist der Einsatz einer Ultraschallzahnbürste zu empfehlen. Diese ist geräuschlos und schonend für den Hund. 
  3. Zahnsteinentfernung unter Narkose beim Tierarzt. 

Kein Lust bei deinem Hund selbst die Zähne zu putzen?!

Kein Problem – wir übernehmen das für dich!

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